Versicherer und Pharmafirmen können Gesundheitsdaten kaufen

19. Januar 2014

Im Mai 2013 hat der Bun­des­rat das neue Bun­des­ge­set­zes über das elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­dos­sier (EPDG) ans Par­la­ment über­wie­sen. Im Ja­nu­ar 2014 hat der Gros­se Rat in Ba­sel die Fi­nan­zie­rung des ers­ten E-Health-Mo­dell­ver­suchs in der Schweiz gut­ge­heis­sen.

Wie sich der­ar­ti­ge elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­dos­siers wei­ter­ent­wi­ckeln, kann der­zeit in Eng­land be­staunt wer­den:

Die bri­ti­sche Ge­sund­heits­be­hör­de NHS will Pa­ti­en­ten­da­ten der ge­sam­ten Be­völ­ke­rung sam­meln. Ver­si­che­rer und Phar­ma­kon­zer­ne kön­nen die­se Da­ten dann kau­fen. In der Da­ten­bank sind et­wa In­for­ma­tio­nen zu psy­chi­schen Lei­den, Krank­hei­ten wie Krebs so­wie zu Rauch- und Trink­ge­wohn­hei­ten, an­ge­rei­chert mit An­ga­ben zum Ge­burts­da­tum, der Post­leit­zahl, Ras­se und Ge­schlecht des Pa­ti­en­ten, ab­ge­legt. Po­ten­ti­el­le Käu­fer ha­ben aber be­reits ei­ge­ne Da­ten, wel­che sie mit den pseud­ony­mi­sier­ten In­for­ma­tio­nen der neu­en Da­ten­bank kom­bi­nie­ren kön­nen und so Rück­schlüs­se auf Ein­zel­per­so­nen zie­hen könn­ten. Zwar kön­nen die Da­ten ge­sperrt wer­den, aber da­zu muss ak­tiv beim Haus­arzt ein An­trag ge­stellt wer­den. In Aus­nah­me­fäl­len, et­wa bei Epi­de­mi­en, wer­den je­doch al­le Da­ten er­fasst.

In der Schweiz kön­nen die neu­en elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­dos­siers so auf­ge­baut wer­den, dass al­le Leis­tungs­er­brin­ger die In­for­ma­tio­nen stan­dar­di­siert er­fas­sen und so­mit al­le Pa­ti­en­ten­dos­siers oh­ne wei­te­re Be­ar­bei­tung zu ei­ner rie­si­gen Krank­heits­da­ten­bank zu­sam­men­führt wer­den könn­ten.

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