Swisspass, nein danke: Viele Skigebiete machen nicht mit

9. Februar 2016

Charlotte Michel und Magnus Renggli, SRF

«Eine Karte – 70 Skigebiete» so die SBB-Werbung für den Swisspass. Auch das Skiabo soll auf der roten Karte gespeichert sein. Eine «Kassensturz»-Umfrage zeigt aber: Ein Drittel von 40 wichtigen Skigebieten akzeptieren den Swisspass nicht. Einige erheben gar eine Zusatzgebühr auf ihre eigene Karte.

Schweizer Skigebiete versuchen mit verschiedenen Aktionen und Attraktionen Kunden zu locken. Möglichst einfach soll auch der Kauf eines Skitagespasses oder eines Saisonabonnements sein. Jedes Skigebiet scheint hier jedoch selber zu wursteln. Einer gesamtschweizerischen Lösung ohne zusätzliche Gebühren mit dem Swisspass der SBB verweigern sich viele.

Das Geld nicht mit den SBB teilen

Von 40 angefragten Skigebieten akzeptieren 12 das Laden einer Skitageskarte auf den Swisspass nicht. Über ein Drittel der wichtigen und namhaften Skigebiete verunmöglichen eine schweizweite Lösung. Und in Graubünden machen nur 3 von 10 angefragten Skigebieten beim Swisspass mit.

Die Konditionen seien viel zu schlecht, argumentieren die Verweigerer. Yves Bugmann, Finanzchef der Davos Klosters Bergbahnen wählt im «Kassensturz»-Interview klare Worte: Der Swisspass sei ohne Rücksprache mit den Bergbahnen ins Leben gerufen worden. «Wir akzeptieren die Bedingungen der SBB nicht. Wir sind nicht da, um das Geld mit anderen zu teilen.» Sie seien darauf angewiesen, die Erträge selber zu behalten, sagt Bugmann.

Andere Skigebiete, die nicht mit Namen zitiert werden möchten, sagen: «Eine Kommission von sechs Prozent auf Online-Buchungen erachten wir als übertrieben.»

Webauftritt gestaltet mit YAML (CSS Framework), Contao 3.5.27 (Content Management System) und PHPList (Newsletter Engine)

Copyright © 2006-2019 by grundrechte.ch