Polizei erntet in der Reitschule Spott statt Hanf

14. August 2012

Etwa 30 Polizisten durchsuchten am Dienstag die Reitschule. Ein Hinweis auf eine Hanf-Indoor-Anlage erwies sich als falsch. Die Mediengruppe der Reitschule reagiert mit Spott.

Blaue Uniformen vor der Reitschule. Rund 30 Polizisten waren ab etwa 8 Uhr bei der Reitschule im Einsatz. Rund um das Gebäude standen uniformierte Polizisten, teils mit Hunden, und kontrollierten die Identitätskarten von Passanten, die sich der Reitschule näherten. Rund 15 Polizisten und Spezialisten der Betäubungsmittelfahndung durchsuchten Räume der Reitschule.

«Wir hatten konkrete Hinweise, dass in der Reitschule eine grössere Indoor-Hanf-Anlage betrieben und mit der Droge gehandelt würde», sagt Mediensprecherin Corinne Müller. Der Einsatz ist laut Corinne Müller ruhig und friedlich verlaufen. Hanf hat die Polizei allerdings nicht gefunden. Um etwa 9.20 Uhr war die Durchsuchung zu Ende.

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«intensiver Hanfgeruch»

Die Mediengruppe der Reitschule reagiert auf die Duchsuchung mit Spott: Für eine detailliertere Medienmitteilung oder Interviews hätten sie momentan leider keine Zeit, da auch sie noch immer auf der Suche nach der Hanfanlage seien. «Der Finderlohn für die Anlage und/oder Sinn und Zweck dieser Aktion ist eine Flasche Hanfblütenbier.» Ein Polizist habe bei der Durchsuchung angetönt, dass es sich beim «konkreten Hinweis» um einen «intensiven Hanfgeruch» im Raum Neubrückstrasse/Schützenmattstrasse handle. Deshalb warnt die Mediengruppe alle Berner mit grünem Daumen: «Wenn's bis ins Quartier nach Kräutergarten riecht, dann kommt Krokus im Polizeibus...»

Die Staatsanwaltschaft hatte die Hausdurchsuchung angeordnet. Liegen konkrete Hinweise vor, ist die Berner Kantonspolizei verpflichtet, diesen nachzugehen.

 

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