Stationäre therapeutische Massnahme

14. März 2016

Nach der Ver­büs­sung sei­ner Stra­fe wur­de für ei­nen Ver­ur­teil­ten nach­träg­lich ei­ne sta­tio­nä­re the­ra­peu­ti­sche Mass­nah­me an­ge­ord­net. Die­se Per­son be­fand sich nach der ge­richt­li­chen Mass­nah­mean­ord­nung bis zum Be­hand­lungs­be­ginn wäh­rend knapp sechs Mo­na­ten oh­ne the­ra­peu­ti­sche Be­treu­ung in ei­ner Straf­an­stalt in Si­cher­heits­haft.

Das Amt für Jus­tiz­voll­zug, das De­par­te­ment Volks­wirt­schaft und In­ne­res so­wie das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Aar­gau wa­ren uni­so­no der An­sicht, dass die be­trof­fe­ne Per­son ein­fach Pech hat­te, weil kein frei­er Platz zum Mass­nah­me­voll­zug frei war und die Mass­nah­me erst nach dem Ein­tritt in ei­ne psych­ia­tri­sche Kli­nik zu lau­fen be­gon­nen ha­be.

In ei­nem über­aus läng­li­chen Ur­teil er­kann­te das Bun­des­ge­richt, dass die Dau­er ei­ner sta­tio­nä­ren the­ra­peu­ti­schen Mass­nah­me mit dem ent­spre­chen­den Ent­scheid zu lau­fen be­ginnt, auch wenn vor An­tritt der Mass­nah­me noch Mo­na­te in Si­cher­heits­haft ver­bracht wer­den müs­sen.

 

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